Cranach wie er nicht im Museum hängt!

Das Kronacher Cranach Archiv entsteht – mit Ihrer Hilfe!

Erinnern Sie sich noch an diesen Herrn?

Erinnern Sie sich noch an diesen Herrn?

Die immense Ausstrahlung von Lucas-Cranach d. Ä., dem großen Sohn der Stadt Kronach, in seinem Geburtsort noch stärker und anschaulich vor Augen zu führen, das ist ein Ziel des „Kronacher Cranach Archivs“, das der Verein 1000 Jahre Kronach aufbauen will.

Anders ausgedrückt: wir sammeln im „Kronacher Cranach Archiv“ alles, was mit Lucas Cranach d. Ä. zusammenhängt, was wir aufspüren und erwerben oder gestiftet bekommen. Auch Leihgaben sind erwünscht, um die geplanten Ausstellungen zum Thema Cranach zu bereichern.

Ungemein wertvoll!

Das berühmte Brunnenbild

Das berühmte Brunnenbild

Die Werke von Lucas Cranach d. Ä. haben heute einen unschätzbaren Wert. Durch große Cranach-Ausstellungen in den letzten Jahren ist Cranach zu einem der „teuersten“ Künstler geworden, wenn ab und an überhaupt einmal ein Original auf dem Markt angeboten wird. Die Landesausstellung „Lucas Cranach – ein Maler-Unternehmer aus Franken“ 1994 auf der Festung Rosenberg in Kronach war eine dieser großen Ausstellungen. Seitdem sind in vielen deutschen Großstädten und berühmten Museen, z. B. im Staedel Museum in Frankfurt, hervorragende Cranach-Ausstellungen organisiert worden. Ganz aktuell sind große Ausstellungen in Brüssel und Rom dem bedeutenden deutschen Renaissance-Maler gewidmet.

Wie er nicht im Museum hängt!

„Cranach-Card“ von Stefan Diller

„Cranach-Card“ von Stefan Diller

Cranach-Originale sind für uns normalerweise unerschwinglich. Der Ankauf des Bildes „Christus und die Samariterin am Jakobsbrunnen“, eines der raren Cranachschen Leinwand-Gemälde, durch den Verein 1000 Jahre Kronach war ein außergewöhnlicher Glücksfall. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es im „Kronacher Cranach Archiv“ des Vereins 1000 Jahre Kronach noch mehr originale Cranach-Werke gäbe. Das „Kronacher Cranach Archiv“ will aber mehr und anderes: kurz gesagt einfach alles, was nicht im Museum hängt. Und da gibt es ein riesengroßes Feld zu beackern, denn Cranachs Bedeutung als „deutscher“ Künstler und als Wegbegleiter der Wittenberger Reformatoren oder seine maler-unternehmerische Arbeit als Hofmaler bei den drei Kurfürsten, für die er tätig war, führte dazu, dass er in vielen Lebensbereichen nachhaltige Spuren hinterlassen hat und -noch immer- hinterläßt.

Verehrt, vereinnahmt, vermarktet…

… so können die thematischen Ansätze zu dem Projekt „Cranach – wie er nicht im Museum hängt!“ charakterisiert werden. Aus den Beständen des Kronacher Cranach Archivs wird im Jahr 2011 eine umfangreiche Ausstellung zu dem Thema gezeigt; beim 3. Kronacher Stiftertag wurden bereits einige Themen ausgebreitet.

Cranach vor Ort

Das berühmte Mariahilf-Bild von Lucas Cranach auf einer österreichischen Briefmarke.

Das berühmte Mariahilf-Bild von Lucas Cranach auf einer österreichischen Briefmarke.

Am naheliegendsten ist ja, einfach mal festzustellen, wie und wo man Cranach in Kronach begegnet. Vom Cranach-Denkmal, von dem es ein Bronze-Modell gibt, bis zum Lucas-Cranach-Bier der Kaiserhofbrauerei trifft man immer wieder auf LC. Die Kronacher Schulkinder dürfen die Lucas-Cranach-Schule besuchen, und an der Hammermühle steht der LC-Schlangen- Gedenkstein von Heinrich Schreiber. „Cranach- Apotheke“ oder „Cranach-Dental-Labor“ gehören in den örtlichen Bezug, wie die LC-Werbeartikel, die Ansichtskarten und -Souvenirs, der LC-Likör, die im Museumsshop oder in der „Lucas-Cranach-Passage“ angeboten werden. Verehrt – vereinnahmt – vermarktet – ein weites Feld! Jubiläums- und Gedenkjahre haben ihre Spuren hinterlassen, nicht nur in umfangreichen kunsthistorischen Literatur- und Aufsatzarbeiten über LC, sondern auch auf dem Briefmarken- oder Gedenkmedaillenmarkt. Zum Cranach-Jahr gehörte – in Kronach zumal – ein LC-Bierkrug und ein LC-Bierdeckel, natürlich auch ein Werbeplakat oder ein Porzellan-Bild. Cranach – wie er im Wohnzimmer hängt/steht!

Cranach überall!

Cranach Münze

Cranach Münze

Es gehört sich doch wohl, einigermaßen die Lebensdaten des großen Sohnes der Stadt zu kennen: 1472 in Kronach geboren, – manche Kunsthistoriker spekulieren noch über das Geburtsjahr. 1553 in Weimar gestorben, – kurios, auf einer Silbermedaille wird als Sterbejahr 1551 genannt, – ohne Rücksicht auf Genauigkeit wurde schnell vermarktet! Sein Lebenslauf ist ja, bis auf die Kronacher Anfangsjahre, vielfach und ausführlich dokumentiert. Um die bekannten Tatsachen herum gibt es eine Reihe von Ausschmückungen: kennen Sie beispielsweise die verschiedenen Cranach-Romane oder Roman-Biografien? „Herr Lukas aus Kronach“ heißt z.B. einer der Romane, ein anderer, aus DDR-Zeit, „Malt, Hände, malt“. Und zum „Cranach-Comic“ von Daniel Leistner gesellt sich in Kürze ein „Kronacher Cranach-Krimi“, der im Krimi- Wettbewerb des Vereins 1000 Jahre Kronach eingereicht worden ist. Alles Fundstücke im „Kronacher Cranach Archiv“ und demnächst Ausstellungsobjekte!

Immer wieder vereinnahmt

Wo wurde diese Pfeife hergestellt?

Wo wurde diese Pfeife hergestellt?

Wie wurde Cranach von verschiedene Seiten politisch vereinnahmt, mit den Erzeugnissen der „Cranach-Ehrungen der DDR“ beispielsweise oder mit dem „Jungbrunnen- Frontbrief“ im Zweiten Weltkrieg? Es lassen sich Cranach-Wirkungen in vielfältiger Weise feststellen und – weil seine Werke international weit verbreitet sind – auch weit über Deutschland hinaus. Die Lucas-Cranach- Abbildung samt Wappen auf dem Porzellan- Pfeifenkopf zeigt frühe Vermarktungsanstrengungen. Das dabei verwendete LC-Konterfei stammt vermutlich aus einem Heft der Saxonia- Zeitschrift von 1836. Es müßte doch herauszufinden sein, wer das originelle Stück produziert hat!

Die Venus von 1532 aus dem Städel-Museum.

Die Venus von 1532 aus dem Städel-Museum.

Oder wie wär´s mit einem Schnittmusterbogen von „A Saxon Lady´s Outfit as seen in the Works of Lucas Cranach“? Und in diesem Outfit dann einmal im „Cranach-Café“ in Tokyo sitzen!? Wir wollen mit dem „Kroncher Cranach Archiv“ kunstsoziologische Studien anregen und begleiten, in deren Mittelpunkt die Nach- und Fernwirkungen des Werkes von Lucas Cranach d. Ä. stehen. Dabei geht es nicht in erster Linie um die künstlerische Adaption seines Werkes oder die kunsthistorische Einordnung, sondern um die feststellbaren Wirkungen und Begegnungen im Alltag und in vielen gesellschaftlichen Bereichen.

Aufruf

Ein besonders gutes Bier – weil Lucas Cranach draufsteht?

Ein besonders gutes Bier – weil Lucas Cranach draufsteht?

Wirkung für Kronach aus dem Projekt verspricht sich der Verein 1000 Jahre Kronach durch die Machbarkeit interessanter Sonderausstellungen, interessant für Einheimische, aber vor allem auch zur Tourismusförderung. Deshalb wünscht sich die Vorstandschaft eine breite Unterstützung beim Sammeln und Aufspüren all jener Gegenstände, Bücher, Zeitschriften, – Objekte jeglicher Art, die augenscheinlich etwas mit Lucas Cranach zu tun haben.

Beim Stiftertag: Cranach wie er im Wohnzimmer „hängt“, zum Beispiel als Porzellan-Bild. Auf dem Wohnzimmertisch steht noch ein „Cranach“-Fernseher aus dem Jahr 1959, der VEB Rafena Werke Radeberg und ein Kaiserhöfer „Lucas Cranach“.

Beim Stiftertag: Cranach wie er im Wohnzimmer „hängt“, zum Beispiel als Porzellan-Bild. Auf dem Wohnzimmertisch steht noch ein „Cranach“-Fernseher aus dem Jahr 1959, der VEB Rafena Werke Radeberg und ein Kaiserhöfer „Lucas Cranach“.

Das „Kronacher Cranach Archiv“ ist ein auf Dauer angelegtes Projekt, das zu einem einmaligen Werbeträger für die Lucas-Cranach-Stadt Kronach werden soll, – werden kann, wenn viele dabei mitwirken. Dazu lädt der Verein 1000 Jahre Kronach herzlich ein!

Sie haben Ihn sicher wiedererkannt: Dr. Johannes Scheyring, von Lucas Cranach d. Ä. 1529 porträtiert, auf dem 1000 DM Schein.

Sie haben Ihn sicher wiedererkannt: Dr. Johannes Scheyring, von Lucas Cranach d. Ä. 1529 porträtiert, auf dem 1000 DM Schein.

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Manfred Raum